Aktuelles

Wie entwickelt sich unser Blühprojekt?

Hier berichten wir Ihnen aktuell von den Feldern

13. März 2020: schwere Maschinen für kleine Brummer

Drei Viertel der Wildbienen nisten im Boden. Sie bohren sich Gänge in den Sand und füllen diese mit Pollen als Nahrungsvorrat. Hierauf legen Sie Eier, aus denen im nächsten Frühjahr der Nachwuchs schlüpft. Er ernährt sich von den Pollen und wächst zur neuen Wildbiene heran.

Zur Anlage dieser Brutröhren bevorzugen die verschiedenen Arten ganz unterschiedliche Bodenstrukturen. Gern genommen sind trockene, sonnig gelegene Bereiche, die möglichst wenig bewachsen sind. Einige Wildbienenarten bauen lieber in steilen Wänden, andere mögen lieber schräge Flächen oder haben es gern flach und eben. Wichtig ist, dass die Insekten in ihrem Umfeld sowohl die richtigen Blühpflanzen finden, als auch geeignete Bodenstrukturen, die über Winter nicht durch Bearbeitung zerstört werden.

Mit dem Trecker habe ich ordentlich "rumgewühlt" und lukrative Wohngebiete für die individuellen Ansprüche der zukünftigen "Mieter" angelegt.

6.März 2020: was soll hier wachsen?

Nach monatelanger Vorarbeit - mehr im Büro mit Telefon und PC, als auf dem Feld mit dem Trecker - starten wir unser Blühprojekt.

Bei Facebook fragen wir unsere "Fans": Was soll hier wachsen? Wie bisher ein Getreidefeld oder eine Blühfläche zum Schutz der bedrohten Wildbienen? Wir sind begeistert von der Resonanz in den "sozialen Medien" und schon nach kurzer Zeit landen die ersten Patenschaftsanmeldungen bei uns im elektronischen Postfach.

Wie so oft liegt die Tücke aber im Detail: um den Anmeldevorgang rechtskonform zu gestalten wird der Ablauf recht kompliziert und gerät für manchen potenziellen Blühpaten zum elektronischen Hürdenlauf. Nicht jeder kommt ans Ziel...

Die Anmeldung soll natürlich schnell und einfach gehen, daher wird das Problem zügig angepackt und der Ablauf vereinfacht. Wir danken Ihnen für Ihre Geduld und hoffen, dass es bald besser klappt!

Der unbestellte Acker
Rolf Wiit und Hajo Kaemena

Februar 2020: fachliche Beratung

Der Biologe und anerkannte Wildbienenexperte Rolf Witt aus Edewecht hat uns besucht und ein konkretes Konzept für unsere geplanten Blühflächen entwickelt. Er wird uns und unser Blühprojekt begleiten und dafür sorgen, dass wir tatsächlich denen helfen, die so dringend Hilfe benötigen: den bedrohten Wildbienen. Fast noch wichtiger als die richtigen Blühpflanzen ist ihm die Schaffung geeigneter Brut- und Überwinterungsmöglichkeiten. Wir haben viel über die speziellen Anforderungen der Insekten an ihre Umwelt gelernt und wollen nun die richtigen Maßnahmen umsetzen.